Die Firmengeschichte     

 

25.10.1877

von Carl Michael gegründet in der Inneren Plauenschen Straße 21, als Optiker und Mechaniker, mit einem breiten Angebot an optischen und elektro-mechanischen Artikeln wie, Brillen, Lorgnetten, Operngläsern, Thermometern, Barometern, Fernrohren, Reißzeugen, Reißschienen, Winkeln, Laubsägen, Induktionsapparaten, Elektromagneten, elektro-medizinischen Apparaten, Mikroskopen mit Trichinen-Objekten, Dampfmaschinen, Waagen, Modelleisenbahnen, Apparate für elektrisches Licht, Batterien, Nähmaschinen, Haus- und Hoteltelegraphen, Telefonen Luftdruck-Bier-Apparaten, Lupen, Stereoskopen, Aerometer, Sanduhren. Viele Geräte wurden auch in der eigenen Werkstatt hergestellt.

Das Haus in dem die Firma gegründet wurde steht heute nicht mehr, es wurde um 1900 abgerissen und durch das heute dort befindliche Haus ersetzt.

 

1900

Umzug in die Äußere Plauensche Straße 17.

1903

Übernahme durch Fritz Michael, Sohn von Carl Michael.

1922

Umzug in die Reichenbacher Straße 2. Der Mitarbeiter Hermann Müller eröffnete in der Äuß.Plauenschen Str. 17 eine eigene Firma. Danach war dort Augenoptik Mohr.

1927

Umzug in die Hauptstraße 53 (früher Wilhelmstraße). Auf 2 Etagen Augenoptik und optischer Gerätebau.

1934

Fritz Michael gestorben. Übernahme durch Alfred Junghähnel, einem Mitarbeiter der Firma seit 1919. Nur noch Augenoptik im Parterre. Der optische Gerätebau wurde aufgegeben.

1941

A. Junghähnel gestorben.

8.6.1942

Übernahme durch Carl Walther. Augenoptik und Handel mit Barometern, Thermometern, Ferngläsern, Rechenstäben, Lupen usw.  Der Handel mit diesen Geräten wurde später zunehmend von den HO-Geschäften übernommen. Ferngläser und Barometer wurden  zum großen Teil exportiert.

10.7.1954

Hochwasser in der Innenstadt, Wasserstand im Geschäft 2,17 m. Ein Teil der Waren und Ladeneinrichtung konnte in die oberen Stockwerke gebracht werden. Mehrere Ladentische, das Parkett und die Heizung wurden jedoch zerstört.

1.10.1974

Übernahme durch Ulrich Walther, nach Abschluß der Fachschule für Augenoptik in Jena, damals mit 23 Jahren der jüngste selbstständige Augenoptikermeister in der DDR

Eröffnung der Kontaktlinsenabteilung. Zu dieser Zeit wurden von nur ca. 25 Augenoptikern in der DDR Kontaktlinsen angepaßt. Da die Linsen von fast allen Kollegen auch selbst gefertigt wurden, hielt dies alle anderen Augenoptiker in Zwickau davon ab, Linsen anzupassen. So blieb Augenoptik Michael bis zur Wende der einzige Betrieb in Zwickau, welcher Kontaktlinsen herstellte und anpaßte.
Ergänzung des Angebots durch vergrößernde Sehhilfen. Neben der Poliklinik Mitte wurden nur bei mir Fernrohrlupenbrillen in Zwickau angepasst.

1993

Aufnahme von vergrößernden Sehhilfen mit umfassendem Angebot. Nach dem Besuch mehrerer weiterführender Lehrgänge wurde unser Angebot in diesem Segment erweitert.

1.3.1999

Kündigung in der Hauptstraße 53 durch die neue Hausbesitzerin.

21.7.1999

30.04.2014

Eröffnung in der Kreisigstraße 2

Die Firma wird aus gesundheitlichen Gründen und altersbedingt nach 136 Jahren geschlossen.